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Ladykiller xx

06-40008-61
B. H., geb. 1961, Stm. 164 cm
Züchter: Mrs. A.L. Adda, England

Ladykiller


Lone Beech xx


Fartuch xx



Loaningdale xx


Boiarinia xx

Apron xx
 

Perfection xx

Colorado xx





Viceroy xx

Son in Law xx

Orby
 

Phalaris xx

Sailing Light xx


Solar Cygnet xx



Blue Peter xx


Sweet Swan xx

Hyperion xx

Fancy Free xx

Fairway xx





Cygnus xx

Gainsborough xx

Stefan the Great xx

Phalaris xx

Deckeinsatz: 1965-1971 Haselau, 1972-1974 Groß Buchwald, 1975 Siethwende, 1976-1979 Haselau, 1979 eingegangen.

Gekörte Söhne: 36 - Landgraf I, Landgraf II, Lasso, Lord, Liostro, Lido, Lagos, Latino, Ladalco, Landsknecht I, Landsknecht II, Landsturm, Laertes, Lancelot, Lambert I, Lambert II, Lexius, Landrat, Landvogt, Livorno, Lepanto, Locarno, Lamour, Lando, Leopard, Leporello, Lorenz, Leander, Largo (Heidelberg), Landmann,  Latus, Laredo, Lucky Kid, Laertes, Landherr, Labrador

Ladykiller xx verkörperte den starken Typus des Vollblüters. Er war ein auffallend schöner Hengst mit betont maskulinen Attributen. Selbst sehr gut in allen drei Grundgangarten, zeichnete er sich durch beste Charakter- und Temperamentswerte aus. Ladykiller xx hat sich aus einer riesigen Anzahl an Vollblütern, die in den 60er und Anfang der 70er Jahre zum Einsatz kamen, als der mit Abstand beste herauskristallisiert. Eigene Hengstlinien gründeten auch die zuvor eingesetzten Vererber Anblick xx und Cottage Son xx sowie die teilweise parallel zu Ladykiller xx eingesetzten Hengste Manometer xx und Marlon xx. Doch keiner hat in einer solchen Breite zu überzeugen vermocht wie Ladykiller xx.

Er vererbte deutlich sich selbst, seinen klaren Typ, den schönen Kopf, ein korrektes und kräftiges Fundament und sehr gute Springanlagen hinsichtlich Vermögen, Bascule, Beintechnik und vor allem Mut. Bei einigen Nachkommen fiel die hellbraune Farbe mit "grünen" Beinen auf, ebenso die manchmal offene Nierenpartie. Seine Füchse waren durchweg noch edler als die braunen Nachkommen. Besondere Erfolge wurden in der Anpaarung an Stuten erzielt, die ihrerseits wiederum Blut führten. So sind seine mit Abstand bekanntesten Hengstsöhne, Landgraf I und Lord, beide aus Stuten gezogen, die ihrerseits wiederum einen Anteil besten Vollbluts führten. Landgraf I wurde der bedeutendste Springpferdevererber des 20. Jahrhunderts. Die Holsteiner Züchterschaft setzte ihm auf dem Gelände der Verbandszentrale in Elmshorn ein lebensgroßes Bronze-Denkmal. Der feierlichen Enthüllung wohnte Landgraf I noch selbst bei. Lord war Körsieger und schickte ebenfalls eine ganze Luftflotte auf Siegeskurs in die großen Springarenen rund um den Globus. Daß er Dreiviertel-Blüter war, ist möglicherweise die Erklärung für die nicht immer ganz harmonische Typvererbung.

Obwohl Ladykiller xx so gut wie gar keine Dressurpferde zeugte, brachte er mit Lido einen Sohn, der gerade in dieser Disziplin seinen Vererbungsschwerpunkt hatte. Kaum ein zweiter Holsteiner zeugte in einer solchen Intensität Dressurpferde für höchste Ansprüche. In Holland wurde nach seinem Muttervater getaufte Ladykiller xx Sohn Heidelberg zum Schrittmacher der Zucht. Auch die Vererber Lorenz, Lagos, Ladalco und Lamour gingen nach erfolgreichem und jeweils überdurchschnittlichem Wirken in Holstein in die Niederlande. Gegenwärtig gehört es in Holstein schon fast zum "guten Ton", daß ein Pferd mindestens zwei- oder dreimal Ladykiller xx-Blut führt, wobei vereinzelt auch Pferde mit fünf- oder sechsfacher Inzucht auf diesen wertvollen Linienbegründer in den ersten Generationen zu finden sind. Schon von jeher war ein gewisses Maß an Inzucht stets ein Erfolgsgeheimnis der Holsteiner Zucht. Wer sich mit Holsteiner Stämmen- beschäftigt bzw. das Abstammungspapier einzelner Pferde bis zu den Wurzeln zurückverfolgt, der ist oftmals baß erstaunt, wie oft einem in den hinteren Generationen vielfach derselbe Name förmlich ins Gesicht springt. Heute, wo neues Vollblut in Holstein überhaupt nicht anschlägt, ist die fortgesetzte Inzucht auf den bewährten "Klassiker" Ladykiller xx eine Gratwanderung, die Holsteins Züchtern noch einiges an Fingerspitzengefühl abverlangen dürfte.